Sündenlust und Gewissensstachel

Aus dem Buch „Die Wiedereinführung der Bordelle in Berlin vom medicinischen und sanitätspolizeilichen, wie vom sittlichen und christlichen Standpunkte aus beleuchtet, von Dr. Eduard Wilhelm Posner, im Auftrage des evangelischen Vereins“ (1851):

Gerade durch die gesetzliche Duldung der Hurerei, wird den von dieser Sündenlust erfüllten, aller Gewissensstachel genommen, und desto üppiger wuchert die Hurerei… (Seite 11)

2 Gedanken zu „Sündenlust und Gewissensstachel

  1. Redaktion Preussensex

    Aus dem Nachtrag:
    „Um auch die Mittel anzudeuten, die meinem Dafürhalten nach sowohl der heimlichen Prostitution als der Verbreitung der Syphilis möglichst entgegen wirken können, will ich kurz folgende Punkte hervorheben:
    Der Staat…errichte Hurenrettungshäuser, nicht wo die Dirnen ihrer Sünde mit gesetzlicher Erlaubnis fröhnen können, sondern wo sie zu ehrlichen tüchtigen Dienstboten und Arbeiterinnen ausgebildet werden.“

    Oh nö!

  2. blurks

    Verstehe ich das richtig: Der Autor meint, der „Gewissensstachel“ rühre ausschließlich von der gesellschaftlichen Ächtung her? Das ist eine seltsame Vorstellung von „Gewissen“…

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