BRÅVES – Dust

Frisch aus dem Giftschrank (Januar 2016)

Bekanntmachung Nr. 1/2016 der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien,
Listenstreichungen aus dem Bundesanzeiger vom 29. Januar 2016:

Intim im Team, Alice & Lucy, Taschenbuch Non Stop Nr. 22347, Ullstein Verlag GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4102 (V) vom 18. Februar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 41 vom 28. Februar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 9/16 vom 18. Januar 2016 (Pr. 1075/15).

Taumel im Paradies, Ralph Popoff, Taschenbuch Non Stop Nr. 22348, Ullstein Verlag GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4103 (V) vom 18. Februar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 41 vom 28. Februar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 10/16 vom 18. Januar 2016 (Pr. 1076/15).

Traumwelt, Clark L. Claiton, Taschenbuch Non Stop Nr. 22362, Ullstein Verlag GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4104 (V) vom 18. Februar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 41 vom 28. Februar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 11/16 vom 18. Januar 2016 (Pr. 1077/15).

Die Wonnen von Yvonne, Peter Griffin, Taschenbuch Ullstein Nr. 22329, Ullstein Verlag GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4105 (V) vom 18. Februar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 41 vom 28. Februar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 12/16 vom 18. Januar 2016 (Pr. 1078/15).

Frisch aus dem Giftschrank (Dezember 2015)

Bekanntmachung Nr. 13/2015 der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien,
Listenstreichungen aus dem Bundesanzeiger vom 30. Dezember 2015:

Savage Beach, Ascot Video Vertriebs GmbH, Essen, indiziert durch Entscheidung Nr. 4070 (V) vom 7. Januar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 21 vom 31. Januar 1991.

Der Videofilm wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 380/15 vom 11. Dezember 2015 (Pr. 1021/15).

Verbotene Zärtlichkeiten, Herstellung/Vertrieb unbekannt, indiziert durch Entscheidung Nr. 4074 (V) vom 7. Januar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 21 vom 31. Januar 1991.

Der Videofilm wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 388/15 vom 14. Dezember 2015 (Pr. 965/15).

Solo in Soho, Cluny Robin, Taschenbuch Nr. 22267, Ullstein Verlags GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4077 (V) vom 9. Januar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 21 vom 31. Januar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 385/15 vom 14. Dezember 2015 (Pr. 967/15).

Zero Zero Sex, John Ricky, Taschenbuch Nr. 22174, Ullstein Verlags GmbH, Berlin, indiziert durch Entscheidung Nr. 4078 (V) vom 9. Januar 1991, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr. 21 vom 31. Januar 1991.

Das Buch wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 386/15 vom 14. Dezember 2015 (Pr. 968/15).

Kurzer Jahresrückblick 2015

Problemfeld Pornografie

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) verkündet im aktuellen Mitteilungsblatt, dass „pornografische und erotische Angebote weiterhin den Großteil des Prüfaufkommens“ ausmachen. Dabei trete „neben die klassischen Internetauftritte zunehmend ein Social-Media-Ensemble, das als Kommunikations- und Vermarktungsplattform vor allen Dingen für sexuelle Dienstleistungen genutzt wird.“

Weiter heißt es in dem Blatt unter der Überschrift „Problemfelder 2015“:

Social Media

Im Prüfbetrieb schlug sich zunehmend die Tendenz nieder, dass Anbieter insbesondere mit ihren pornografischen Inhalten in Social Media ausweichen bzw. diese als zusätzliche Verbreitungs- und Vermarktungskanäle nutzen. Prostituierte bewarben sich und ihre Dienstleistungen mittels Bildmaterial über zuweilen mehrere Facebookprofile oder Twitteraccounts. Genutzt wurden aber auch YouTube, Flickr, Google+ und Instagram. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Das kostspielige Programmieren eines professionellen Internetauftritts entfällt, die Inhalte können schnell weitergereicht werden und erreichen üblicherweise auch die gewünschte Zielgruppe.

Pornografie im TV

Diskussionsstoff bietet in dieser Hinsicht zum aktuellen Zeitpunkt eine Folge der „René- Schwuchow-Show“, einer Erotik-Talkshow, in der regelmäßig junge Frauen vor allem aus dem Porno-Business auftreten. Sie werden von den zwei Moderatoren zu ihren sexuellen Vorlieben befragt und teilweise zur Vorführung bestimmter sexueller Praktiken aufgefordert. Die in der Folge vorzufindende Tendenz zur sexuellen Stimulation, die Verabsolutierung sexuellen Lustgewinns und sexuelle Vorgänge, die in grob aufdringlicher Weise in den Vordergrund gestellt werden, sind Merkmale von Pornografie. Die KJM ist bei ihrer Prüfung daher abschließend zu dem Ergebnis gekommen, dass die Folge der Erotik-Talkshow gegen die Bestimmungen des JMStV verstößt und nicht im Fernsehen hätte gezeigt werden dürfen.

Zu dieser Ausweitung des Pornografiebegriffs: Prof. Dr. Marc Liesching im Beck Blog.

The Kiss

The-Kiss-Thomas-Alva-Edison

Hätte Thomas Alva Edison nicht die Glühbirne erfunden, so wäre er heute vielleicht als Filmpionier berühmt. Mit seiner Firma Vitascope produzierte er 1896 das Werk „The Kiss“. Ganze fünfzehn Filmmeter und zwanzig Sekunden lang dauerte die Szene, damals eine filmische Leistung. Trotz aller Zensurforderungen und Unkenrufen moralischer Sittenwächter, wurde er zum erfolgreichsten Film des 19. Jahrhunderts.

Quelle: NZZ

Weihnachtsgeschenk

Keine 21 Orgasmen (II)

Pressemitteilung des LG Düsseldorf vom 26. November 2015:

Mit Urteil vom 26.11.2015 hat die 14c.-Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf (14c O 124/15) ihren einstweiligen Verfügungsbeschluss vom 24.08.2015 bestätigt. Auf der Verpackung von Kondomen darf nicht mit der Angabe „1 Tüte à 7 Stück entspricht bis zu 21 Orgasmen“ geworben werden. Denn dadurch kann der Verbraucher darüber getäuscht werden, dass ein Kondom tatsächlich nur einmal verwendet werden darf.

Kondome sind Medizinprodukte im Sinne des § 3 Abs. 1 d) MPG und dürfen, wie sich aus der für Kondome anwendbaren EN ISO 4074: 2002 ergibt, nur einmal verwendet werden. Dieses Gebot zur Einmalverwendung mag einem erheblichen Teil der angesprochenen Verbraucher aller Altersklassen zwar bekannt sein. Gerade bei Jugendlichen, so die 14c.-Zivilkammer, ist der Aufklärungsbedarf zur richtigen Anwendung von Kondomen aber anhaltend hoch und bei mehrdeutigen Angaben die Gefahr der Irreführung gegeben.

Zu urteilen hatte das Gericht in einer Wettbewerbsstreitigkeit zwischen zwei Unternehmen, die im Kondom-Vertrieb spezialisiert sind. Im Urteil heißt es, dass die Gefahr der Fehlinterpretation der Aussage „1 Tüte à 7 Stück entspricht bis zu 21 Orgasmen“ nicht dadurch ausgeschlossen ist, dass der Verbraucher den humorvollen Charakter der Äußerung erkennt, weil auf der Rückseite der Kondomverpackung in der „Mehrwertetabelle“ auch Angaben zum Kalorienverbrauch und in einer Fußnote am Ende der Tabelle der Hinweis „Kann Spuren von Feenstaub enthalten“ abgedruckt sind. Die Kammer verweist darauf, dass auf der Rückseite der Verpackung vielmehr auch darauf hingewiesen wird, dass 50 % des Gewinns an gemeinnützige Projekte abgeführt werden. Wegen dieser Kombination von einerseits ernst zu nehmenden und andererseits eher lustigen Angaben werde dem Verbraucher nicht auf Anhieb klar, dass lediglich humorvoll das sensible Thema der multiplen Orgasmen angesprochen werde.

Der Streitwert ist auf 50.000,– Euro festgesetzt. Gegen das Urteil kann Berufung zum Oberlandesgericht eingelegt werden.

Siehe dazu auch: Keine 21 Orgasmen

$170.405.000


Nu couché (92 × 60 cm), Amedeo Modigliani, 1917
$170.405.000, Christie’s New York, 2015

Anna Obsessed

Bundesanzeiger vom 30. Oktober 2015, Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (Nr. 11/2015):

Anna Obsessed, Video-Film Leasing GmbH, München, indiziert durch Entscheidung Nr.4007 (V) vom 2. November 1990, bekannt gemacht im Bundesanzeiger Nr.222 vom 30. November 1990.

Der Videofilm wird aus der Liste der jugendgefährdenden Medien gestrichen.

Entscheidung Nr. A 310/15 vom 20. Oktober 2015 (Pr.756/15).